Gestovte (gestofte) Bohnen oder Schnibbelbohnen.
Das gab es oft bei Muttern,  gestovte Schnibbelbohnen mit Salzkartoffeln und Frikadellen.
Gestovte Schnibbelbohnen sind ein altes Gericht, das ganz besonders in Hamburg und Umgebung gekocht wurde.
Gestovt bedeutet übrigens, dass etwas in einer Mehl-Butter-Sahne (oder Milch)-Sauce zubereitet wird
Und der Ausdruck schnibbeln (schnippeln) ist das plattdeutsche Wort für kleinschneiden.
Wer nun nicht so gern grüne Bohnen mag, der kann analog zu diesem Rezept Kohlrabi nehmen und gestovte (gestofte)  Kohlrabi machen. Aber, zurück zu Muttern’s gestovten Schnibbelbohnen mit Salzkartoffeln und Frikadellen.

Für die gestovten Schnibbelbohnen brauchen wir:
500 g grüne Bohnen
1 TL Bohnenkraut
35 g Butter
30 g Mehl
250 ml Milch und ein Schuss Sahne
glatte Petersilie, gehackt
Salz und Pfeffer
Die gewaschenen grünen Bohnen 1-2 cm breit schräg in Rauten schneiden.
Schnibbelbohnen mit dem TL Bohnenkraut in einen Topf und dann in gesalzenem Wasser kochen, bis sie bissfest sind.
Vom Kochwasser 3-4 EL behalten. Die kommen später in die Sauce.
Die Schnibbelbohnen nun mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen.
Für die Sauce die Butter schmelzen, das Mehl hinzugeben und bei mittlerer Hitze rühren, bis das Mehl beginnt, Farbe zu nehmen. Dann die das Bohnenwasser und die 250 ml Milch und einen Schuss Sahne langsam einrühren und bei permanentem Rühren ca. 5 Minuten einkochen.
Salzen und pfeffern.
Die Schnibbelbohnen nun in die Sauce geben und erwärmen. Mit Petersilie bestreuen.
Dazu traditionelle Frikadellen oder, etwas gewagter, meine intuitiven Frikadellen servieren.

Guten Hunger!